Gemeinsame Vision für ein lebendiges Frauenfeld: IG Stadtleben stellt sich vor

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Gemeinsame Vision für ein lebendiges Frauenfeld: IG Stadtleben stellt sich vor

27.04.2026

Die neu formierte, parteiunabhängige IG Stadtleben setzt sich für ein lebenswertes, vielfältiges und zukunftsfähiges Frauenfeld ein. Mit klaren Leitsätzen und fundierten Positionen zu aktuellen Themen wie Tempo 30, Parkplatzmanagement und Bürgerbeteiligung fordert die Initiative eine Stadtentwicklung, die den Menschen konsequent in den Mittelpunkt stellt.

Eine Stadt der kurzen Wege

Die Vision der IG Stadtleben orientiert sich an der Idee der „15-Minuten-Stadt“. Zentrales Ziel ist es, dass alle Angebote des täglichen Lebens – von der Versorgung über die Bildung bis zur Erholung – sicher und schnell zu Fuss, mit dem Velo oder dem öffentlichen Verkehr erreichbar sind. Ein hochwertiger öffentlicher Raum bildet dabei das Rückgrat des städtischen Zusammenlebens und dient als Ort der Begegnung und Identifikation.

Verkehrssicherheit und Lärmschutz: Tempo 30 als Meilenstein

Ein Kernanliegen der IG ist die flächendeckende Einführung von Tempo 30 in der Innenstadt.

  • Demokratische Legitimation: Bereits im Mai 2022 stimmten 57,7 % der Bürger einem Rahmenkredit zur Aufwertung der Strassenräume zu.

  • Gesetzliche Pflicht: Rund 1’000 Menschen in Frauenfeld sind schädlichem Lärm ausgesetzt; die gesetzliche Frist für eine Lärmsanierung ist bereits 2018 abgelaufen.

  • Sicherheit: Ein tieferes Tempo reduziert Unfälle und schützt insbesondere Kinder und ältere Menschen.

Die IG Stadtleben bedauert, dass die Umsetzung derzeit durch Beschwerden blockiert wird, obwohl Stadt und Kanton die Einsprachen bereits abgewiesen haben.

Fakten zum Parkieren: Flächen gewinnen, Qualität steigern

Entgegen oft gehörter Klagen ist das Parkplatzangebot in Frauenfeld mehr als ausreichend.

  • Auslastung: Daten zeigen, dass die Parkhäuser im Durchschnitt nur zu 61 % belegt sind.

  • Potenzial: Die IG fordert, oberirdische Parkplätze wie auf dem Marktplatz oder dem Mätteli konsequent unter den Boden zu verlegen.

  • Lebensqualität: Freiwerdende Flächen im Strassenraum sollen für Begrünung, Fussgänger und eine höhere Aufenthaltsqualität genutzt werden.

Kritik an langwierigen Mitwirkungsprozessen

Die IG Stadtleben fordert effizientere Beteiligungsverfahren. Das jüngste, dreistufige Mitwirkungsverfahren zur Innenstadt dauerte über drei Jahre und war nach Ansicht der IG „überinstrumentiert“. Künftige Prozesse müssen straffer geführt werden und auf konkreten Fachvorschlägen basieren, statt die strategische Verantwortung an partizipative Runden zu delegieren.


Über die IG Stadtleben: Die IG Stadtleben ist eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern, darunter Lukas Hefti, Mathias Lenggenhager, Sarah Schatzmann, Stefan Thalmann und weitere engagierte Frauenfelder. Sie bringt sich konstruktiv und faktenbasiert in die öffentliche Diskussion ein, um ein klimaanpassungsfähiges und solidarisches Frauenfeld zu fördern.

 

https://ig-stadtleben.ch (in Vorbereitung)

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