Für einen echten Thurgauer Staatswein: Mehr Transparenz, Wettbewerb und Nachhaltigkeit

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Für einen echten Thurgauer Staatswein: Mehr Transparenz, Wettbewerb und Nachhaltigkeit

10.04.2026

Aus Sicht der GLP-Fraktion – vertreten durch Stefan Leuthold, Alexander Sigg und Marcel Preiss – ist die aktuelle Praxis rund um den «Thurgauer Staatswein» nicht mehr zeitgemäss. Wir haben den Regierungsrat mittels einer Einfachen Anfrage aufgefordert, die exklusiven und intransparenten Kriterien dieses Labels zu überarbeiten.

Stellungnahme: Für einen modernen und fairen Thurgauer Staatswein

Die GLP-Kantonsräte Stefan Leuthold, Alexander Sigg und Marcel Preiss fordern eine grundlegende Reform der Kürungskriterien für den «Thurgauer Staatswein». In einer Anfrage an den Regierungsrat kritisieren wir die aktuelle Praxis als intransparent und wettbewerbsverzerrend.

 

1. Öffnung des Wettbewerbs: Bisher ist die Teilnahme am Staatswein-Wettbewerb Mitgliedern des Branchenverbands Thurgau Weine (BTW) vorbehalten. Das schliesst qualifizierte Winzer – etwa in Grenzgebieten – systematisch aus. Wir begrüssen, dass der Regierungsrat nun die Öffnung für Nichtmitglieder gegen eine Gebühr prüft. Für Stefan Leuthold ist klar: Ein Label, das sich «Staatswein» nennt, darf keine exklusive Marketingaktion eines privaten Verbandes sein, sondern muss allen Thurgauer Betrieben offenstehen.

 

2. Höhere ökologische Standards: Wir kritisieren, dass für die Teilnahme lediglich der Ökologische Leistungsnachweis (ÖLN) erfüllt sein muss. Dies ist der gesetzliche Mindeststandard und kein Beleg für besondere Nachhaltigkeit. Die GLP fordert deutlich ambitioniertere Kriterien. Ein Staatswein sollte eine ökologische Vorbildfunktion einnehmen, um in einem schrumpfenden Markt jene Kunden zu erreichen, die für Nachhaltigkeit und Qualität gezielt mehr bezahlen.

 

3. Klare Strukturen: Die aktuelle Verflechtung zwischen Staat und Verband ist unsauber. Leutholds Fazit: «Wenn schon Staatswein, dann komplett» unter kantonaler Regie mit hohen Hürden. Alternativ müsse der Verband das Marketing allein tragen – dann aber ohne das offizielle staatliche Siegel. Wir setzen uns weiterhin für ein Label ein, das echte Exzellenz statt Verbandszugehörigkeit belohnt.

 

Zusammenfassung eines Berichts in der Thurgauer Zeitung vom 10.04.2026

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