Die Volksinitiative für ein transparenteres Wahlsystem im Thurgau ist mit über 4’300 Unterschriften eingereicht worden!

Medienmitteilungen

Die Volksinitiative für ein transparenteres Wahlsystem im Thurgau ist mit über 4’300 Unterschriften eingereicht worden!

04.03.2026

Am 5. September 2025 hat eine Allianz von 5 Kleinparteien die Thurgauer Volksinitiative «Mehr Transparenz bei Wahl im Thurgau» lanciert. Die Vertreterinnen und Vertreter der GLP, Grünen, EVP, EDU und Aufrecht Thurgau möchten das Wahlsystem bei den Grossratswahlen ändern und das System des Doppelproporz nach Pukelsheim einführen.

Bild: Mitglieder des Initiativkomitees übergeben die Unterschriftsbögen an Marius Kobi, Leiter des Rechtsdienstes der Staatskanzlei

Am 5. September 2025 hat eine Allianz von 5 Kleinparteien die Thurgauer Volksinitiative «Mehr Transparenz bei Wahl im Thurgau» lanciert. Die Vertreterinnen und Vertreter der GLP, Grünen, EVP, EDU und Aufrecht Thurgau möchten das Wahlsystem bei den Grossratswahlen ändern und das System des Doppelproporz nach Pukelsheim einführen.

 

6 Monate später sind nun die nötigen 4’000 Unterschriften beisammen. Am 4. März 2026 hat das Komitee 4’388 beglaubigte Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht. Die Initiative ist nun also zustande gekommen und der Grosse Rat muss sich mit der Vorlage befassen. Später wird das Stimmvolk darüber abstimmen.

 

Die Unterschriftensammlung hatte einen zähen Start, hat dann aber ab Januar 2026 Fahrt aufgenommen. Die Vertreterinnen und Vertreter der 5 Kleinparteien sowie einzelne Exponenten der SP haben Wind und Wetter getrotzt und die notwendigen Unterschriften gesammelt. Insbesondere das Argument, dass mit dem neuen System keine Listenverbindungen mehr möglich sind, hat die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger überzeugt. Das System ist im Übrigen nicht neu, sondern bereits in 10 anderen Kantonen erfolgreich eingeführt worden.

 

Im Thurgau wehren sich die grossen Parteien SVP, FDP und Mitte gegen ein neues Wahlsystem, obwohl das neue System viel demokratischer und transparenter ist. Dem Wählerwillen wird sehr viel besser Rechnung getragen. Scheinbar ist dies der SVP, der FDP und der Mitte nicht wichtig. Viel mehr klammern sie sich an ihre Macht.

 

So funktioniert der Doppelproporz:
1. Stimmen werden zuerst kantonal ausgewertet → ergibt eine faire Sitzverteilung pro Partei.
2. Danach werden die Sitze auf die Bezirke verteilt – proportional zur Parteistärke.
3. Die Gesamtzahl der Sitze, die jedem Bezirk zusteht, ändert sich nicht.

 

Das Resultat: Kein Verlust durch Listenwirrwarr, keine Restmandate durch Zufall. Sondern: Klarer Wählerwille.

 

Der Souverän ist das Thurgauer Volk. Es wählt den Grossen Rat und soll nun auch entscheiden, ob unsere Initiative vors Volk kommt und dort auch eine Mehrheit findet.

 

Für Informationen:
Ueli Fisch, Präsident Initiativkomitee, Alt-Kantonsrat GLP
Telefon 079 209 52 83, ueli.fisch@grunliberale.ch
www.transparente-wahlen-tg.ch